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Kamerafallen

Grundlegende faunistische Daten zum Luambe Nationalpark sind kaum vorhanden und nur wenige Publikationen thematisieren die Ökologie des Schutzgebiets und der umliegenden Game Management Areas (GMA). Um Aufschluss über die Säugetiervielfalt und insbesondere den Bestand von Großraubtieren im Luambe Nationalpark zu erhalten, wurde in Zusammenarbeit mit dem Zambian Carnivore Programme (ZCP) eine Monitoring-Studie initiiert, die mithilfe von Kamerafallen alle Säugetiere sowie das Vorkommen von Großraubtieren wie Leoparden, Löwen, Hyänen und Wildhunden im Park näher untersucht.

Dazu wurden von August 2016 bis Dezember 2019 im westlichen Teil des Nationalparks sowie auf dem Areal des Luambe Camps mehr als 30 Kamerafallen installiert. Die mit Kamerafallen versehene Parkfläche beläuft sich insgesamt auf etwa 32 km². Die Kamerafallen im und am Camp waren von Sonnenaufgang bis -untergang aktiv, jene im Park für 24 Stunden.

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Im Luambe Nationalpark wurden an 28 verschiedenen Standorten Kamerafallen installiert. Insgesamt wurden 32 Arten identifiziert. Impala, Afrikanischer Elefant, Nilpferd und Warzenschwein gehören dabei zu den am meist fotografierten Arten. Unter den Raubtieren war die Tüpfelhyäne die am häufigsten aufgezeichnete Art, während Wildhunde im Untersuchungszeitraum insgesamt nur zweimal erfasst wurden.

Im Luambe Camp wurden insgesamt 6 Kamerafallen errichtet. Insgesamt wurden 21 Arten identifiziert. Weder Giraffen noch Wildhunde wurden in der Nähe des Luambe Camps erfasst. Mit 194 Aufzeichnungen stellte sich der Leopard als die Art mit den meisten Aufnahmen heraus. Löwen wurden im Camp im Vergleich zum Luambe Nationalpark mehr als doppelt so oft dokumentiert.